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Amtspflichten der Notare

Als Träger eines öffentlichen Amtes nehmen Notare unmittelbar staatliche Aufgaben wahr. Dies wird deutlich durch die Führung eines Amtssiegels und des Amtsschildes der Notare, auf dem sich das Wappen des Bundeslandes NRW befindet.

Unabhängigkeit und Unparteilichkeit

Notar sind unabhängige Betreuer der Beteiligten. Daher sind sie bei ihrer Amtsführung zur Wahrung der Unparteilichkeit (z.B. gegenüber den Vertragsparteien bei der Beurkundung von Grundstückskaufverträgen) verpflichtet. Um Interessenkollisionen zu vermeiden, welche die Unparteilichkeit gefährden könnten, gibt es Vorgaben zur gemeinsamen Berufsausübung mit anderen Notaren und anderen Berufsträgern, die Pflicht zur persönlichen Amtsausübung, das Verbot von Vermittlungstätigkeiten, Gesellschaftsbeteiligungen und Nebentätigkeiten sowie die Pflicht zur Gebührenerhebung.

Prüfungs- und Belehrungspflichten

Bei ihrer Tätigkeit im Rahmen der vorsorgenden Rechtspflege treffen die Notare umfangreiche Aufklärungs-, Belehrungs-, Beratungs- und Prüfungspflichten. Diese Pflichten sollen sicherstellen, dass Notare die Beteiligten sachgerecht beraten und den Willen der Beteiligten in der Urkunde richtig und vollständig wiedergeben.

Verschwiegenheitspflicht

Notare sind zur Verschwiegenheit über alles verpflichtet, was ihnen bei der Ausübung ihres Amtes bekannt geworden ist, soweit es sich nicht um offenkundige Tatsachen oder Bagatellen handelt. Die Wahrung der Verschwiegenheit ist für die Beteiligten - etwa im Erb- und Eherecht - häufig von essentieller Bedeutung. Die Pflicht zur Verschwiegenheit trifft selbstverständlich auch die bei Notaren beschäftigten Mitarbeiter und den Notarvertreter.

Weitere Informationen zu den Amtspflichten der Notare erhalten Sie hier.